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Färben mit Färberwaid – Färbemittel aus Waidpflanzen gewinnen

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Man muss kein Prepper sein, um das Aussehen von selbst gefärbter Wolle zu lieben. Mit selbst gefärbtem Garn und Stoff können Sie sowohl die Farben als auch den chemischen Prozess kontrollieren. Färberwaid ist eine Pflanze, die schon seit Jahrhunderten als natürlicher Farbstoff verwendet wird. Die Gewinnung von Färbemitteln aus Färberwaid erfordert ein wenig Übung, aber sie lohnt sich. Bei richtiger Zubereitung ergibt der Färberwaid ein himmelblaues, beneidenswertes Ergebnis. Befolgen Sie unbedingt die Anweisungen zur Herstellung von Färberwaid, sonst erhalten Sie einen tristen, grünlich-gelben Farbton.

Färben mit Färberwaid

Das Verfahren zur Herstellung von Naturfarben ist noch nicht tot. Viele Autodidakten haben die Formeln, um aus Pflanzen einen Regenbogen natürlicher Farbtöne zu erzeugen. Färberwaid ist eine zweijährige Pflanze mit langen, kaninchenohrartigen Blättern. Daraus lässt sich ein wunderbarer Farbstoff herstellen, wenn man die richtigen Schritte beachtet. Erfahren Sie, wie Sie aus Färberwaid Färbemittel herstellen und leuchtend blaue Garne und Stoffe erzeugen können.

Tiefblaue Farben wurden früher aus Indigo und Färberwaid gewonnen, bevor es chemische Farbstoffe gab. Färberwaid wird seit der Steinzeit verwendet und war die Quelle für die Körperbemalung der Pikten. Waidkugeln waren ein wichtiges Handelsgut, bis der Anbau der Pflanze in den späten 1500er Jahren eingeschränkt wurde.

Schließlich wurde die Pflanze durch das in Asien hergestellte Indigo ersetzt, obwohl bis 1932, als die letzte Fabrik geschlossen wurde, noch etwas Farbstoff aus Waidpflanzen hergestellt wurde. Die Gewinnung von Färbemitteln aus Färberwaid erfolgte durch “waddies”, in der Regel Familienverbände, die den Färberwaid ernteten und in Mühlen herstellten. Diese Fabriken waren beweglich, da Waid den Boden auslaugt und rotiert werden muss.

Wie man Färbemittel aus Waid herstellt

Die Herstellung von Färberwaid ist ein langwieriger Prozess. Der erste Schritt besteht darin, die Blätter zu ernten, und dazu braucht man eine Menge. Schneide die Blätter ab und wasche sie gründlich. Zerreißen oder zerschneiden Sie die Blätter und lassen Sie sie dann 10 Minuten lang in 80 Grad heißem Wasser einweichen. Lassen Sie die Mischung in einem Eisbad abkühlen. Dies ist wichtig, damit die blaue Farbe erhalten bleibt.

Dann die Blätter abseihen und auspressen, um die gesamte Flüssigkeit herauszubekommen. Geben Sie 3 Teelöffel (15 g) Soda in eine Tasse mit kochendem Wasser. Geben Sie diese Flüssigkeit zu dem abgeseihten Farbstoff. Mit einem Schneebesen 10 Minuten lang verrühren, damit ein schaumiger Sud entsteht. Füllen Sie den Sud in Gläser ab und lassen Sie ihn mehrere Stunden lang absetzen. Das Pigment am Boden ist der Waidfarbstoff.

Die Flüssigkeit muss vom Bodensatz abgeseiht werden. Ein sehr feines Käsetuch oder ein anderes engmaschiges Tuch kann diesen Vorgang erleichtern. Sie können das Sediment anschließend trocknen und aufbewahren oder es sofort verwenden.

Zur Verwendung lösen Sie das Pulver mit Wasser auf und fügen eine kleine Menge Ammoniak hinzu. Erhitzen Sie die Mischung bis zum leichten Köcheln. Tauchen Sie Ihr Garn oder Ihren Stoff in kochendes Wasser, bevor Sie es/ihn in den Farbstoff tauchen. Je nach gewünschter Farbe müssen Sie das Garn oder den Stoff eventuell mehrmals in die Färbemischung eintauchen. Anfangs ist die Farbe grünlich-gelb, aber die Sauerstoffeinwirkung trägt dazu bei, dass sich der blaue Farbton entwickelt. Mit anderen Worten: Je öfter Sie die Farbe eintauchen, desto tiefer wird sie.

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